
Fußpflege
So läuft eine klassische Fußpflege bei uns ab
Vom Fußbad bis zur Abschlusspflege
Wer zum ersten Mal einen Termin zur Fußpflege ausmacht, fragt sich oft, was genau dabei passiert. Wie lange dauert es? Muss ich etwas vorbereiten? Und was macht die Fußpflegerin da eigentlich, Schritt für Schritt?
Hier beantworten wir diese Fragen so konkret wie möglich. Wir gehen die klassische Fußpflege, oft auch kosmetische Pediküre genannt, in der Reihenfolge durch, in der sie bei uns im Studio in Suhl abläuft, vom warmen Fußbad bis zur Abschlusspflege.
Zu jedem Schritt gibt es außerdem einen Tipp für die Pflege zu Hause. Diese Tipps stammen aus geprüften Quellen wie dem IQWiG, der AOK und der Apotheken Umschau. Alle Links finden Sie im Text und am Ende des Artikels.
Der Ablauf unten beschreibt das Standard-Programm, so sieht also auch Ihr erster Termin bei uns aus. Je nach Zustand der Füße kann der Termin etwas anders aussehen, denn was gemacht wird, entscheiden wir bei jedem Fuß einzeln.
Vor dem Termin: Sie müssen nichts vorbereiten
Die häufigste Sorge vor dem ersten Termin können wir gleich ausräumen. Ihre Füße dürfen so kommen, wie sie sind. Sie müssen vorher weder die Nägel schneiden noch Hornhaut entfernen, genau dafür ist der Termin ja da.
Auch wer sich wegen des Zustands seiner Füße unwohl fühlt, braucht sich nicht zu schämen. Wir haben schon viele Füße gesehen und schauen mit fachlichem Blick darauf, nicht mit wertendem. Sagen Sie uns ruhig, wo es drückt oder was Sie stört, dann können wir gezielt darauf eingehen.
Je nach Programm dauert die Behandlung 40 bis 80 Minuten. Zu Beginn schauen wir uns Haut und Nägel in Ruhe an. Was genau nötig ist, entscheiden wir individuell, denn jeder Fuß bringt etwas anderes mit.
Der Ablauf im Überblick
Das Standard-Programm besteht aus sechs Schritten.
- Warmes Fußbad zum Reinigen und Aufweichen
- Nagelschnitt, der Form der Zehenkuppe folgend
- Schleifen und Begradigen verdickter Nägel
- Hornhaut, Druckstellen und Hühneraugen versorgen
- Abgestorbene Nagelhaut schonend entfernen
- Abschlusspflege mit Fußcreme
Was die einzelnen Schritte bedeuten und worauf Sie zu Hause achten können, gehen wir jetzt der Reihe nach durch.
Schritt 1: Das warme Fußbad
Jede Behandlung beginnt mit einem warmen Fußbad. Es reinigt die Haut und weicht Hornhaut und Nagelhaut auf, sodass sich beides anschließend schonend bearbeiten lässt. Dazu wirkt das warme Wasser angenehm entspannend und soll die Durchblutung anregen. Ganz nebenbei ist es der entspannendste Einstieg in den Termin.
Das Fußbad ist dabei eine bewährte Anwendung, keine Therapie mit nachgewiesener Wirkung. Für zu Hause empfehlen die Apotheken Umschau und apotheken.de Wassertemperaturen von 35 bis 40 Grad und eine Dauer von 5 bis 15 Minuten. Wollen Sie danach Hornhaut entfernen, sollte das Wasser höchstens 38 Grad warm sein.
Menschen mit Diabetes prüfen die Wassertemperatur am besten mit dem Handgelenk, weil das Temperaturempfinden an den Füßen eingeschränkt sein kann.
Schritt 2: Der Nagelschnitt
Nach dem Bad kürzen wir die Nägel. Der freie Nagelrand wird der Form der Zehenkuppe folgend geschnitten, nicht zu kurz. Scharfe Kanten an den Nagelecken glätten wir vorsichtig, damit nichts am Strumpf hängen bleibt oder in die benachbarte Zehe drückt.
Für die Selbstpflege zu Hause gilt ein anderer, einfacher Rat. Das IQWiG und der britische Gesundheitsdienst NHS empfehlen übereinstimmend, Zehennägel gerade zu schneiden und die Ecken frei auf dem seitlichen Hautrand aufliegen zu lassen. Zu kurzes Schneiden und stark abgerundete Ecken gelten als Risiko für eingewachsene Nägel. Auch vom Ausschneiden der Ecken in V-Form raten die Quellen ab.
Hinter diesem Rat steckt ein einfacher Zusammenhang. Bleibt vom Nagel an den Seiten zu wenig stehen, kann der nachwachsende Nagelrand in die umgebende Haut drücken und sie reizen, so beschreibt es das IQWiG in seiner Information zum eingewachsenen Zehennagel. Der gerade Schnitt lässt den Ecken ihre Auflage.
Drückt eine Nagelecke bereits schmerzhaft in die Haut oder ist der Nagelrand entzündet, gehört das nicht mehr in die kosmetische Fußpflege. Dann verweisen wir an Arzt oder Podologie. Den Unterschied zwischen beiden erklärt unser Artikel Kosmetische oder medizinische Fußpflege?
Schritt 3: Schleifen und Begradigen
Verfärbte und verdickte Nägel schneiden wir nicht einfach ab, wir schleifen sie. Schneiden allein hilft bei einem verdickten Nagel wenig, die Dicke bleibt ja. Mit einem Diamantfräser tragen wir die Verdickung deshalb vorsichtig ab und begradigen die Nageloberfläche. Das nimmt den Druck aus dem Schuh, und der Nagel sieht wieder gepflegter aus.
Warum Nägel überhaupt verdicken, von drückenden Schuhen bis zum Nagelpilz, und was die Fußpflege dann leisten kann, lesen Sie ausführlich im Artikel Verdickte Fußnägel.
Schritt 4: Hornhaut, Druckstellen und Hühneraugen
Hornhaut hat einen schlechteren Ruf, als sie verdient. Sie ist zunächst ein natürlicher Schutz, die Haut verdickt sich dort, wo regelmäßig Druck und Reibung auf sie wirken. Behandelt wird die Hornhaut erst, wenn sie Beschwerden macht, also zu dick wird, schmerzt oder einreißt.
Das Werkzeug richtet sich nach dem Befund. Von der feinen Feile bis zum Skalpell entscheiden wir individuell, was Ihre Füße gerade brauchen. Auch Druckstellen und Hühneraugen werden dabei mitversorgt. Wir tragen nur so viel ab, wie der Fuß verträgt, denn ein Teil der Hornhaut ist Schutz und soll bleiben.
Für zu Hause raten die AOK und die Apotheken Umschau zu sanfter, regelmäßiger Pflege statt zu radikalen Aktionen. Sanfte Mittel wirken am besten nach einem Fußbad, wenn die Haut weich ist. Vom Hornhauthobel und von elektrischen Hornhautentfernern raten beide Quellen dagegen ab, die Verletzungsgefahr ist hoch. Dazu kommt, dass die Haut auf zu starken Abtrag oft mit noch mehr Hornhaut reagiert.
Schritt 5: Die Nagelhaut
Abgestorbene Nagelhaut entfernen wir mit dem Diamantfräser, schonend und nur so viel wie nötig. So bleibt der Nagelrand sauber, ohne dass die gesunde Haut gereizt wird.
Für zu Hause hat die AOK einen klaren Rat. Nagelhaut nie schneiden, höchstens nach dem Duschen oder einem Fußbad sanft zurückschieben, wenn sie weich ist.
Schritt 6: Die Abschlusspflege
Zum Schluss cremen wir die Füße mit einer pflegenden Fußcreme ein. Im Studio verwenden wir Produkte von Pedibaehr. Sie sind dermatologisch geprüft und auch für Menschen mit Diabetes geeignet.
Wenn Sie für zu Hause eine Fußcreme suchen, lohnt ein Blick auf die Zutatenliste. Harnstoff, auf der Packung meist als Urea deklariert, bindet Feuchtigkeit in der Haut und löst abgestorbene Hautzellen. Die AOK nennt als Anhaltspunkte 3 bis 10 Prozent Urea bei leicht trockener Haut und bis zu 20 Prozent bei sehr trockener Haut. Produkte gegen Hornhaut und Schwielen beginnen bei etwa 30 Prozent.
Zwei Einschränkungen gehören dazu. Auf offene oder entzündete Stellen gehört Urea nicht, und bei Kindern sollten Urea-Produkte nur nach ärztlicher Rücksprache zum Einsatz kommen.
Hygiene im Studio
Beim Thema Fußpflege fragen viele zuerst nach der Hygiene, und das zu Recht. Fußpflegestudios unterliegen der Überwachung durch das Gesundheitsamt und müssen nach einem schriftlichen Hygieneplan arbeiten. So verlangt es § 36 des Infektionsschutzgesetzes.
Wie so ein Hygieneplan aussieht, beschreibt der Rahmenhygieneplan für Kosmetik und Fußpflege, für Thüringen gibt es einen entsprechenden Rahmenhygieneplan des Landesamts für Verbraucherschutz. Instrumente, die die Haut verletzen können, etwa Fräs- und Schleifköpfe, werden im Dampfsterilisator bei 121 oder 134 Grad sterilisiert, und die Sterilisation wird dokumentiert. Die übrigen Instrumente werden nach jedem Gast viruswirksam desinfiziert, ebenso die Fußwannen, und die Auflagen werden gewechselt.
Dazu gehört auch der prüfende Blick vor der Behandlung. Wir sehen uns Haut und Nägel genau an. Zeigen sich krankhafte Veränderungen, verweisen wir an Arzt oder Podologie, statt einfach darüber hinweg zu behandeln. Das fordert der Rahmenhygieneplan, und das gehört für uns zu einer seriösen Fußpflege dazu. Fragen Sie übrigens ruhig nach, wie in Ihrem Studio gearbeitet wird. Ein seriöses Studio erklärt das gern.
Wer mag, nimmt ein Extra dazu
Nach der Fußpflege muss nicht Schluss sein. Im Anschluss können Sie eine Lackierung dazubuchen, eine klassische Fußmassage, eine Fußreflexzonenmassage oder eine ayurvedische Fußmassage. Sagen Sie am besten schon bei der Terminvergabe Bescheid, dann planen wir die Zeit mit ein.
Die Kombination aus Fußpflege und Fußmassage gibt es bei uns auch als festes Programm mit 60 Minuten. Gerade nach der Behandlung, wenn die Haut weich ist, tut die Massage besonders gut. Wenn Sie auf den Geschmack kommen, finden Sie auf unserer Wellness-Seite weitere Massagen.
Termine und Preise
Die klassische Fußpflege dauert 40 Minuten und kostet 36 €. Das Programm mit Fußmassage dauert 60 Minuten und kostet 49 €. Alle weiteren Programme und Preise finden Sie auf unserer Fußpflege-Seite.
Alle Leistungen gibt es auch als Gutschein, der eignet sich übrigens auch als Geschenk. Termine vergeben wir montags bis freitags nach Vereinbarung, rufen Sie uns einfach an unter 03681 80 55 195.
Und wie oft sollte man das Ganze wiederholen? Nägel und Hornhaut wachsen in ihrem eigenen Tempo nach, daran orientiert sich der Abstand zwischen zwei Terminen. Für die meisten hat sich ein Rhythmus von vier bis sechs Wochen bewährt. Warum das so ist, erklärt unser Artikel Wie oft zur Fußpflege?
Quellen
Alle Quellen geprüft am 16. Juli 2026.
- IQWiG: Zehennägel richtig schneiden
- NHS: Ingrown toenail
- AOK: Fußpflege zu Hause
- AOK: Hautpflege mit Urea
- Apotheken Umschau: Hornhaut an den Füßen
- IQWiG: Eingewachsener Zehennagel
- apotheken.de: Fußbad
- § 36 Infektionsschutzgesetz
- Rahmenhygieneplan Kosmetik und Fußpflege (VAH)
- Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz: Rahmenhygieneplan
Verschenken Sie eine Auszeit
Alle Behandlungen sind als Gutschein erhältlich. Rufen Sie uns einfach an — wir beraten Sie gerne.
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