Zwei Hände halten sanft die gepflegten Füße einer Frau mit rot lackierten Zehennägeln

Fußpflege

Gepflegte Füße für die Sandalenzeit

So machen Sie Ihre Füße sommerfit

Endlich Sandalenzeit. Die dicken Socken verschwinden im Schrank, und die Füße zeigen sich zum ersten Mal seit Monaten wieder offen. Nicht selten der erste Schreck des Sommers, denn nach dem Winter sind viele Füße trocken, rau und an Ferse und Ballen mit Hornhaut bedeckt.

Das hat einen einfachen Grund. Füße trocknen im Sommer besonders stark aus, Sandalen reiben anders als geschlossene Schuhe, und Sonne, Sand und Chlorwasser setzen der Haut zusätzlich zu. Im Winter fällt das kaum auf, weil dicke Socken und geschlossene Schuhe die Füße verstecken, im Sommer sieht man plötzlich jede raue Stelle. Wer seine Füße jetzt sommerfit machen möchte, kann mit der richtigen Routine viel erreichen, ohne der Haut zu schaden.

Dieser Artikel zeigt, wie Sie Ihre Füße zu Hause sicher pflegen, woran Sie merken, dass ein Termin fällig ist, wovon wir ausdrücklich abraten, und wann ein Termin bei uns im Studio in Suhl der entspanntere Weg zu weichen Sommerfüßen ist. Alle Quellen, auf die wir uns stützen, finden Sie am Ende des Artikels verlinkt.

Die Fußsohle hat von Natur aus keine Talgdrüsen, nur Schweißdrüsen. Ihr fehlt also genau der Fettfilm, der andere Hautstellen vor dem Austrocknen schützt. Im Sommer macht sich das stärker bemerkbar als im Winter, weil mehr zusammenkommt, das der Haut Feuchtigkeit entzieht.

Ein Teil davon sind die Sandalen selbst. Riemen und Sohlen liegen direkt auf der Haut und reiben bei jedem Schritt. Als Schutz vor dieser Reibung bildet die Haut vermehrt Hornhaut, genau dort, wo der Riemen sitzt oder die Sohle am meisten trägt. Wer im Sommer gern barfuß auf Rasen, Sand oder warmem Pflaster läuft, kennt den Effekt noch verstärkt, denn ohne Schuh trägt die Fußsohle das ganze Körpergewicht direkt auf der Haut ab.

Dazu kommen Sonne, heißer Sand sowie Salz- und Chlorwasser, die der Hautbarriere Fette entziehen. Auch die UV-Strahlung selbst trocknet die Haut zusätzlich aus, ähnlich wie an anderen Körperstellen, die im Sommer viel der Sonne ausgesetzt sind. Die Haut wird spröde, und an der Ferse können feine Risse entstehen, die schmerzen und Keimen eine Eintrittspforte bieten können. Wie aus solchen Rissen tiefe Schrunden werden und was dagegen hilft, beschreibt unser Artikel Hornhaut an den Füßen ausführlich.

Wer das weiß, kann gegensteuern, bevor die Füße im Sommer wund werden. Mit einer einfachen Routine lässt sich viel davon abfedern, ganz ohne aufwendige Pflege oder teure Produkte.

Für die Pflege zu Hause reicht ein sanfter Dreiklang aus drei Schritten, immer in derselben Reihenfolge. Fußbad, vorsichtiges Abtragen, anschließend Feuchtigkeit. Mehr braucht es nicht, um Füße sommerfit zu halten, ohne die Haut zu reizen.

Der erste Schritt ist ein lauwarmes Fußbad von 5 bis 10 Minuten, höchstens 38 Grad. Heißes Wasser fühlt sich im Moment angenehm an, trocknet die Haut auf Dauer aber zusätzlich aus. Ein milder Zusatz reicht völlig, die Wärme allein weicht die Hornhaut schon gut auf.

Danach tragen Sie überschüssige Hornhaut vorsichtig mit einem feuchten Bimsstein oder einer Hornhautfeile ab, nie in einem Zug, sondern in mehreren sanften Durchgängen. Wer zu kräftig reibt, reizt die Haut, und die reagiert darauf mit neuer Hornhaut, das Gegenteil vom gewünschten Effekt.

Von scharfen Hornhauthobeln, Raspeln und Rasierklingen raten wir dagegen ausdrücklich ab. Ein Ausrutscher schneidet schnell zu tief, und die Wunde braucht danach selbst Pflege statt der Hornhaut. Der britische Gesundheitsdienst NHS rät ganz grundsätzlich davon ab, Hornhaut zu Hause mit scharfen Klingen zu entfernen, und auch das IQWiG warnt vor allem für Ungeübte vor dem hohen Verletzungsrisiko.

Den größten Unterschied macht am Ende das tägliche Eincremen. Bewährt haben sich Cremes mit Harnstoff, auf der Packung als Urea bezeichnet. Ab einer Konzentration von 10 Prozent bindet Urea nach Einschätzung der American Academy of Dermatology spürbar viel Feuchtigkeit in der Hornschicht und löst gleichzeitig sanft abgestorbene Hautzellen. Am besten cremen Sie abends ein und ziehen dünne Baumwollsocken darüber, dann kann die Pflege über Nacht einziehen und zieht nicht gleich wieder ins Bettlaken.

Wiederholen Sie Fußbad und Bimsstein am besten ein- bis zweimal pro Woche, öfter braucht die Haut in der Regel nicht. Das tägliche Cremen dagegen darf und sollte zur festen Gewohnheit werden, am liebsten direkt nach dem Duschen, wenn die Haut noch aufnahmefähig ist. Und ein letzter Blick lohnt sich ins Schuhregal. Sandalen, die vorn genug Platz lassen und nirgends drücken, nehmen den Füßen einen großen Teil der täglichen Reibung ab, noch bevor Creme oder Bimsstein überhaupt zum Einsatz kommen.

Ein paar Zeichen sind gute Anhaltspunkte, gerade jetzt zu Beginn der Sandalenzeit.

  • Die Fersen fühlen sich rau an oder zeigen erste feine Risse.
  • Die Hornhaut an Ferse oder Ballen ist deutlich sichtbar oder drückt beim Gehen.
  • Die Nägel sind länger nicht in Form gebracht worden und reiben im Riemen.
  • Die Zehennägel sollen zum Sommer wieder lackiert werden.

Zeigt sich eines davon, ist das ein guter Moment für einen Termin, idealerweise etwas Zeit vor dem Urlaub oder dem ersten Grillabend im Garten, damit die Füße bereits eingespielt sind und der Nagellack in Ruhe trocknen kann. Wer die Pflege regelmäßig alle 4 bis 6 Wochen wiederholt, kommt solchen Zeichen meist ohnehin zuvor, mehr dazu im Artikel Wie oft zur Fußpflege?

Für ein Ergebnis, das länger hält als die Pflege zu Hause, lohnt sich ein Termin zur klassischen Fußpflege (40 Minuten, 36 €). Sie beginnt mit einem entspannenden, krampflösenden Fußbad, in dem die Füße gut zehn Minuten ruhen dürfen, während sich die Hornhaut sichtbar aufweicht. Danach werden die Nägel fachgerecht gekürzt. Der freie Nagelrand wird der Form der Zehenkuppe folgend geschnitten, scharfe Ecken glätten wir vorsichtig, damit nichts am Strumpf hängen bleibt. Für die Pflege zu Hause zwischen den Terminen empfiehlt das IQWiG übrigens, Zehennägel gerade zu schneiden und die Ecken frei auf dem seitlichen Hautrand aufliegen zu lassen statt sie rund zu feilen, damit nichts in die umgebende Haut einwächst. Danach folgen die schonende Hornhautentfernung, die Behandlung von Druckstellen und Nagelfalz sowie eine abschließende Pflege mit Cremes von Pedibaehr. Viele Gäste berichten, dass sich ihre Füße danach spürbar leichter anfühlen und die Haut wieder glatt ist, gerade rechtzeitig für die ersten offenen Schuhe des Jahres.

Wer den Füßen nach dem langen Winter mehr gönnen möchte, wählt die klassische Fußpflege mit Fußmassage (60 Minuten, 49 €). Auf Wunsch lackieren wir die Zehennägel im Anschluss gleich in Ihrer Lieblingsfarbe, passend zu den ersten Sandalen des Jahres. Für müde Beine nach langen Spaziergängen bieten wir außerdem eine pflegende Fußmassage (30 Minuten, 27 €) oder eine Fußreflexzonenmassage (40 Minuten, 36 €) an.

Wie ein Termin bei uns im Einzelnen abläuft, vom Fußbad bis zur Abschlusspflege, beschreibt der Artikel So läuft eine klassische Fußpflege bei uns ab. Damit Ihre Füße das ganze Jahr über gepflegt bleiben und nicht nur zum Sommerstart, hat sich ein fester Rhythmus von 4 bis 6 Wochen bewährt, mehr dazu im Artikel Wie oft zur Fußpflege?

VedaVitalis ist ein kosmetisches Fußpflegestudio. Wir pflegen gesunde Füße, rechnen aber nicht mit der Krankenkasse ab und bieten keine mobile Fußpflege an. Für die allermeisten Gäste, die im Sommer einfach gepflegte Füße für die Sandalen möchten, ist das genau der richtige Rahmen.

Bei Diabetes, Durchblutungsstörungen oder unter Einnahme von Blutverdünnern ist Vorsicht besonders wichtig. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft weist darauf hin, dass Nervenschäden am Fuß dazu führen können, dass kleine Verletzungen gar nicht bemerkt werden, aus einer Bagatelle kann so eine schwer heilende Wunde werden. Das Abtragen von Hornhaut, ob zu Hause oder im Studio, gehört für diese Personengruppe deshalb in podologische Hände. Was kosmetische Fußpflege von der Podologie unterscheidet und wann welche die richtige Wahl ist, erklärt unser Artikel Kosmetische oder medizinische Fußpflege?

Auch bei akuten Nagel- oder Hautpilzinfektionen, eitrigen Entzündungen, offenen Wunden oder Warzen im Behandlungsbereich bitten wir Sie, vorab einen Arzt aufzusuchen, bevor wir mit der kosmetischen Pflege weitermachen. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Füße bei uns richtig aufgehoben sind, rufen Sie uns einfach an, wir beraten Sie ehrlich und verweisen im Zweifel gern an die richtige Stelle weiter.

Die klassische Fußpflege kostet 36 € und dauert 40 Minuten, mit Fußmassage sind es 49 € für 60 Minuten. Alle Leistungen gibt es auch als Gutschein, zum Beispiel für die beste Freundin vor dem gemeinsamen Urlaub.

Sie finden uns in der Bahnhofstraße 16 in Suhl. Termine vergeben wir nach telefonischer Vereinbarung unter 03681 80 55 195, den Weg zu uns zeigt die Kontaktseite. Sichern Sie sich Ihren Termin am besten rechtzeitig vor dem Urlaub oder dem ersten warmen Wochenende, dann starten Ihre Füße entspannt und gepflegt in die Sandalenzeit, ganz ohne Stress in letzter Minute.

Quellen

Alle Quellen geprüft am 23. Juli 2026.

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